Geschichte
Die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie
Bei der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) handelt es sich um ein Verfahren, welches seit 1980 zur Zertrümmerung von Steinen im Nierenbecken, in Harnleitern, in der Gallenblase und in Gallengängen, in der Bauchspeicheldrüse sowie in den Speicheldrüsen eingesetzt wird. Hierbei ist eine relativ hohe Energie notwendig, um die Steine zu zerkleinern.
Die Extrakorporale Stoßwellentherapie
Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird seit 1988 zur Behandlung nicht heilender Knochenbrüche (Pseudarthrosen) eingesetzt. Seit 1992 werden neben Schmerzen an Sehnenansätzen wie Tennisellenbogen, Golferellenbogen und dem schmerzhaften Fersensporn auch viele Schultererkrankungen behandelt. Zusätzlich lassen sich auch Schmerzen bei Arthrosen (Verschleißerkrankungen) und knochennahe Weichteilschmerzen behandeln.
Bei der orthopädischen Stoßwellentherapie werden bis zu zehnmal niedriger dosierte Energien eingesetzt, als es bei der Zertrümmerung von z. B. Nierensteinen notwendig ist.
Ziel der Stoßwellentherapie ist nicht eine Zerstörung von Verkalkungen, wie sie gelegentlich an der Schulter begleitend zu den Schulterschmerzen auftreten, sondern eine Beeinflussung von Sehnen, Gelenkkapselanteilen, Knochenhaut und Nervenanteilen. Hierdurch kann eine Schmerzlinderung bis -freiheit erreicht werden.
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